Meilenstein

Ein Meilenstein für Parkstein

Neues Kunstwerk für die Marktgemeinde

Die Marktgemeinde und das Vulkanerlebnis Parkstein enthüllten am Mittwoch ihren „Meilenstein der Zeit“ vor dem Landrichterschloss. Das aus rotem Sandstein gefertigte Denkmal der tschechischen Künstlerin Jana Šterbová Rejmanová aus Kozojedy zeigt die Burg Parkstein und zwei bewaffnete Soldaten, die einen Abschnitt der Goldenen Straße bewachen.

„Ein Stein ist etwas Bleibendes, ein Monument für die Ewigkeit, das eure enge historische Verbindung zu Böhmen würdig repräsentiert.“ Mit diesen Worten gratulierte Alfred Wolf, Vorstand des Bärnauer Vereins Via Carolina und Organisator des deutsch-tschechischen Begleitprogramms zur Landesausstellung Karl IV., der Marktgemeinde. Parkstein sei durch seinen Meilenstein Teil eines einzigartigen, grenzübergreifenden Kunstprojekts geworden.

Es folgte ein kurzer Vortrag von Rainer Christoph, Vorstand des Fördervereins Goldene Straße e.V., über die böhmische Epoche in der Parksteiner Geschichte. „Der hier gesetzte Meilenstein will – und das ist eine ausgezeichnete Idee der Initiatoren – dem Geleitwechsel ein Denkmal setzen“, so Christoph. Dies unterstreicht auch die in den Stein eingemeißelte Jahreszahl 1368. Sie datiert einen Eintrag im „Böhmischen Salbüchlein“, der beweist, dass die Parksteiner Burgbesatzung mit dem Geleitschutz der Transporte auf der Goldenen Straße zwischen Kohlberg und Altenstadt betraut war. Parkstein erfüllte somit eine wichtige Funktion für den Friedensschutz entlang der mittelalterlichen Handelsroute.

Alle Informationen über das Kunstprojekt - und natürlich auch über den Parksteiner Meilenstein - finden Sie in dem handlichen Kultur- und Wanderführer "Meilensteine der Zeit". Den Begleitband gibt es gratis zum Mitnehmen in unserem Infopoint und an der Museumskasse.


Zum Hintergrund: Entlang der Goldenen Straße werden insgesamt 35 „Meilensteine der Zeit“ errichtet. Die Denkmäler sind geschichtlichen Persönlichkeiten oder Ereignissen gewidmet, welche eng mit der bayerisch-böhmischen Geschichte verbunden sind. Sie werden von bayerischen und tschechischen Künstlern individuell gefertigt. Im Rahmen des „Interkommunalen, grenzüberschreitenden Begleitprogramms zur Landesausstellung Karl IV.“ entsteht so ein einmaliges grenzüberschreitendes Band an Kunstwerken, das in nachhaltiger Weise eine Brücke zwischen den beiden Ländern bildet und die jahrhundertlange enge kulturelle Verbindung wiederbelebt.

GGG KIV Begleitprogramm auf Weiß Farbe